RECHTLICHE GRUNDLAGEN

Montage von Reifen am Fahrzeug


Reifen, die auf derselben Achse montiert werden, müssen die gleiche Größe und Konstruktion haben. Sie können also Reifen mit unterschiedlichen Laufflächenprofilen montieren, wenn diese:

  • vom gleichen Hersteller hergestellt werden,

  • die gleiche Größe haben,

  • die gleiche Konstruktion (Radial- oder Diagonalreifen) haben,

  • zur gleichen Nutzungskategorie gehören (Straßenreifen, Spezialreifen, Winterreifen mit M+S-Kennzeichnung),

  • die gleiche Zulassungsnummer haben,

  • identische Tragfähigkeitskennzahlen haben und

  • die gleiche Geschwindigkeitsklasse haben.

Die Verordnung erlaubt die Montage von nachgeschnittenen Reifen an allen Achsen von Nutzfahrzeugen,

auch für den Transport von Personen oder Gefahrgut, sofern bestimmte andere Kriterien in Bezug auf die Dimension des Reifens und das Nachschneideprofil und -verfahren erfüllt sind.

 
Screenshot_2021-03-01 Rechtliche Leitfad

VORSCHRIFTEN FÜR NUTZFAHRZEUGREIFEN IN EUROPA

Erfahren Sie welche Vorschriften für Reifen in Europa gelten.

Winterreifenplicht und MPT Reifen

ECE Prüfzeichen auf Reifen

KLARSTELLUNG DER SACHLAGE MPT REIFEN AUF SPEZIALFAHRZEUGEN UNTER WINTERLICHEN BEDINGUNGEN IN DEUTSCHLAND.

Das BMVI hat mit dem Artikel im Verkehrsblatt Nr. 21/20018 vom 15.11.2018 (S. 758, Nr.157) klargestellt, dass für bestimmte Fahrzeuge (z. B. Mobilkrane, geländegängige Lkw) Spezialreifen erforderlich sind, für die bislang keine entsprechende Genehmigung für Winterreifen nach der UN-Regelung Nr. 117 erteilt werden kann, da diese Reifen entweder auf Grund ihrer Eigenschaften (z. B. Größe, Bestimmung) nicht dem Anwendungsbereich der UN-Regelung 117 unterliegen oder da es auf Grund der Reifengröße derzeit keine Testmöglichkeiten gibt.

 

Dies betrifft im Wesentlichen Reifen mit der Kennzeichnung POR (Professional Off-Road) und MPT (Multi Purpose Tire).

 

Daher gelte die Ausnahmeregelung der Zweiundfünfzigsten Verordnung zur Änderung straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften des § 2 Absatz 3a Satz 1 Nummer 6 StVO für alle Spezialfahrzeuge, für die bauartbedingt keine entsprechenden Reifen für winterliche Wetter-verhältnisse der Kategorien C1, C2 oder C3 verfügbar sind. Dies bedeutet, dass sie von der situativen Winterreifenpflicht ausgenommen sind.​

ALLES ZUM THEMA E PRÜFZEICHEN AUF OLDTIMERFAHRZEUGEN WIE Z.B DEN HUMMER H1

ECE Regelung Nr. 30

Diese internationale Richtlinie, die durch die "E-Kennzeichnung" oder auch "E-Nummer" auf dem Reifen belegt wird, besagt, dass der Reifen die Prüfkriterien nach ECE 30 bestanden hat. Ab dem Herstellungsdatum 01.10.1998 produzierte Reifen dürfen nicht mehr ohne "E-Nummer" gehandelt und im öffentlichen Straßenverkehr gefahren werden.
 
Von dieser Regelung ausgenommen sind Reifen, die bestimmt sind für die Ausrüstung historischer Fahrzeuge (Oldtimer). Ein Fahrzeug musss mindestens 30 Jahre alt sein, um als Oldtimer zu gelten (H-Kennzeichen).
Auszug aus 2010 vorgenommenen Änderungen an der Regelung Nr. 30 der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen (UN/ECE) — Einheitliche Bedingungen für die Genehmigung der Luftreifen für Kraftfahrzeuge und ihre Anhänger

1.ANWENDUNGSBEREICH
Diese Regelung umfasst neue Luftreifen, die hauptsächlich, aber nicht nur, für Fahrzeuge der Klassen M1, N1, O1 und O2 bestimmt sind. Sie gilt nicht für Reifen, die hauptsächlich bestimmt sind für

a) die Ausrüstung historischer Fahrzeuge (Oldtimer);
b) Wettbewerbe.
Download ECE Regelung zur Vorlage bei der Prüforganisation

 
 
 
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